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Top 7: Von »Matrix« bis »RoboCop«

Die besten Cyberpunk-Filme

Der Begriff Cyberpunk kommt aus der Science-Fiction-Literatur der Achziger. Spätestens seit der Kino-Fortsetzung zum Klassiker »Blade Runner« sind dystopische Großstädte und Digitalisierungskritik wieder voll im Trend. Wir zeigen euch sieben Cyberpunk-Filme, die ihr gesehen haben solltet.
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01 »Ghost In The Shell« (1995) / (2017)
Im Jahr 2029 ist den Menschen durch die fortgeschrittene Technologie ein Upgrade ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten möglich. Die Welt ist durch ein umfangreiches elektronisches Netzwerk miteinander verbunden. Eine Spezialeinheit, Tokios Section Nine Security Force, um die Protagonistin Major Motoko Kusanagi wird beauftragt, den Meister-Hacker Puppet Master aufzuspüren und festzunehmen. Mit Scarlett Johansson als Cyborg hat die Anime-Heldin dieses Jahr schon ihr Leinwand-Comeback erlebt. Die Frage inwieweit das menschliche Bewusstsein durch das künstliche Leben ersetzbar wird, erhält in der Neuverfilmung noch eine gewisse Schärfe. Die Bilder orientieren sich stark am Anime-Original von Mamoru Oshii. Neben »Akira« ist »Ghost In The Shell« nicht nur wichtig für das Genre Cyberpunk, sondern lässt sich auch mit dem Durchbruch des Animes in der westlichen Popkultur in Verbindung bringen. (MF)
02 »Robocop« (1987)
Paul Verhoeven hat mit Filmen wie »Starship Troopers« oder »Total Recall« ein verblüffendes Händchen für satirisch überzeichnete Science-Fiction-Action bewiesen, »Robocop« ist vielleicht sogar sein Glanzstück in dieser Disziplin. Von seiner subversiven Sprengkraft abgesehen finden sich in dem 1985 erschienenen Film deutliche Verbindungen zur Cyberpunk-Kultur: Der skrupellose Großkonzern, die transhumanistische Überwindung menschlicher Schwächen oder auch das Bild einer dystopischen Zukunft. (PF)
03 »Strange Days« (1995)
Hätte man Kathryn Bigelow gegen Mitte der Neunzigerjahre gezeigt, wie die Early-Adopter ihre Videospiele heutzutage via Virtual-Reality-Headset zocken, dann hätte die Regisseurin von Filmen wie »Blue Steel« oder »Gefährliche Brandung« wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt. Ihr 1995 erschienener Science-Fiction-Thriller »Strange Days« dreht sich nämlich um eine ganz ähnliche, wenn auch deutlich intensivere Erfahrung, die in dem dystopisch angehauchten Szenario allerdings eher einer Droge gleicht und dementsprechend verboten ist. Der im Stil eines klassischen Film-Noir gehaltene Sci-Fi-Krimi äußert seine Bezugspunkte zur Cyberpunk-Ästhetik vor allem über seine düstere Bildsprache und den schädlichen Missbrauch technologischer Errungenschaften. (PF)
04 »Hackers« (1995)
Rollerblades, klobige Computeranimationen, farbige Kunstlederjacken, der Sci-Fi-Thriller »Hackers« macht es einem leicht zu erraten, aus welcher Dekade er stammt. Nachdem der britische Regisseur Iain Softley in »Backbeat« die frühen Jahre der Beatles behandelte, widmete er sich in seinem zweiten Film einem kontemporären Zeitgeist-Phänomen: den Hackern. Auch wenn die Handlung im Produktionsjahr 1995 spielt, dehnt der Film die technischen Möglichkeiten der Gegenwart und präsentiert die Protagonisten als Neo-Punks mit den Fingern im Schaltkreis. Neben einer sehr jungen Angelina Jolie mit modischer Kurzhaarfrisur glänzt Jonny Lee Miller alias Sick Boy aus »Trainspotting« mit nicht minder zeitgemäßem Blondschopf. Wer sich dem Cyberpunk-Outfit nähern möchte, findet hier einige Tipps. »Hack the planet!« lautet der Schlachtruf, der seit 22. September auch auf Blu-ray ertönt. (BK)
05 »eXistenZ« (1999)
Wie schon »Strange Days« widmet sich auch »eXistenZ« der unbequemen Frage, was denn mit der Realität passiert, wenn sie nicht mehr vom virtuellen Raum zu unterscheiden ist. David Cronenberg inszeniert dieses Szenario allerdings nicht nur in seiner eigenen, unverkennbaren Art und Weise, sondern bezieht es auch direkt auf das Medium des Videospiels. Bei der Präsentation einer neuartigen Technologie dürfen ausgewählte Pressevertreter erstmals in ein solches eintauchen. Dort verschwimmen allerdings derart schnell die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit, dass man auch als Zuschauer nicht mehr wirklich hinterherkommt und sich zunehmend mit den ratlosen Protagonisten identifizieren kann. (PF)
06 »The Matrix« (1999)
Der Sci-Fi-Klassiker um Hacker Neo hat nach der regelrechten »Matrix«-Mania zur Jahrtausendwende schon lange einen etablierten Platz im Klassikerregal. Vorgetäuschte Illusionen, die Realität als Scheinwelt und eine dunkle virtuelle Macht, die alles durchdringt – über den Kultstatus des Films braucht an dieser Stelle wohl nicht weiter diskutiert zu werden. »Matrix« gehört zum absoluten Pflichtprogramm der letzten Jahrzehnte. (MF)
07 »Total Recall« (1990)
Wo sind die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Wachzustand und Traum? Bevor der Hype um das bewährte Science-Fiction-Dilemma durch Christopher Nolans »Inception« seinen weltweiten Höhepunkt erreicht hat, wurde es Ende der Neunziger bereits in »Total Recall« thematisiert. Im Jahr 2084 bietet die fiktive Firma »REKALL Inc.« ihren Kunden das Einpflanzen künstlicher Erinnerungen an, die nicht von der Realität zu unterscheiden sind. Douglas Quaid, gespielt von Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich, der sich gedanklich immer wieder nach einem Leben auf dem Mars sehnt, lässt sich auf das Angebot ein und bestellt den »Ego Trip« gleich mit dazu. Vorlage für Paul Verhoevens Film ist das Buch »We Can Remember It For You Wholesale« von Philip K. Dick, bekanntlich einem der wichtigsten Autoren der Cyberpunk-Literatur. (MF)