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Der Zaubertrank von Miraculix

Rezepte aus der Popküche: »Asterix & Obelix«

Das Rezept ist so geheim wie der Coca-Cola-Bauplan, der fertige Trank belebender als jede Red-Bull-Dose – zugegeben: Wir erzählen hier nur die halbe Wahrheit, aber wer den Rest ermittelt, wird garantiert den Weltenlauf ändern. 
Geschrieben am
Übermenschliche Kräfte – wer hätte sie nicht gerne?! Vergessen wir mal kurz, was Prometheus sich zuzog, als er den Menschen das Feuer brachte, denn hier geht es um den Zaubertrank des Druiden Miraculix, auf dessen Basis Asterix und Obelix in den angenehmen Zustand der Unbesiegbarkeit übertreten. Wäre es nicht an der Zeit für eine Neuauflage, um beispielsweise gleich diversen Cäsaren von Donaldus Trumpus bis Vladimus Putinus ein paar Hinkelsteinchen in den Weg zu legen? Oder sagen zu können: »Die ganze Welt wird von Verrückten mit Konzerninteressen gesteuert. Die ganze Welt? Oh nein!«
Nun oblag dem Druidentum in grauer Vorzeit allerdings ein gewisser Elitarismus. Rezepte wurden ausschließlich von Druidenmund zu Druidenohr weitergegeben, Mistelblower waren noch nicht erfunden. Von daher müssen wir uns hier zunächst auf das stützen, was dem Trank in der Comic-Reihe fehlte, und den Rest in einem erweiterten Versuch-und-Irrtum-Spiel rekonstruieren (vgl. »Oh! Was für ein schönes Blau!« in: »Der Kampf der Häuptlinge«). Integraler Bestandteil des Getränks, da können wir sicher sein, ist ein pflanzlicher Baum-Parasit: die Mistel. Sie muss – und das ist eine typische Schamanen-Zwangsneurose – mit einem klar definierten Werkzeug geerntet werden. Bitte beachten: Baumärkte reagieren auf die Frage nach einer goldenen Sichel nicht immer kooperativ, wie wir bei unseren Recherchen feststellen mussten! Dennoch, beim Teutates: Ist die Supersuppe erst mal mit Hummer und Erdbeeren abgerundet, füllt man sie in To-go-Trinkflaschen um, genießt das High nach dem ersten Schluck und beginnt leichten Herzens mit der Ermöglichung des Unmöglichen in erfrischender Sorglosigkeit. Also am Schluss. Wenn man die fehlenden Zutaten herausgefunden hat. Viel Spaß dabei!
Das Rezept für einen Liter Übermenschlichkeit
3 kg Misteln (mit einer goldenen Sichel geschnitten)
1 kg (frischer) Fisch 
33 Tröpfchen Petro Oleum (Steinöl, kann durch roten Rübensaft substituiert werden)
5 g diverse Geheimzutaten (bitte selbst ermitteln)
1 bisschen Hummer (für den Geschmack)
5 Erdbeeren (für den Geschmack)

Weitere Variationsmöglichkeiten: 

¼ Käse-Omelett 
¼ Ente in Orangensauce
5 Löffel Schokoladenmousse
Und so geht’s:
Man nehme einen Kupferkessel, schütte die darin enthaltene Zwiebelsuppe weg und werfe alle oben aufgeführten Zutaten mit wissendem Blick und dezent verschwörerischer Miene zusammen.
Das Ganze kurz aufkochen lassen, ab und an umrühren und bei genügend Zeit noch etwas köcheln lassen – fertig.
Im letzten Arbeitsschritt besteht die Hauptaufgabe darin, eventuelle Interessenten fernzuhalten, die aufgrund frühkindlicher Konsumerfahrung ihren Anspruch auf Zuteilung verloren haben.