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Trinken gegen Trottel

Soli-Mexikaner gegen Trump

In zahlreichen Hamburger Kneipen könnt ihr ab sofort Mexikaner trinken und damit die politische Arbeit gegen Trump und für eine solidarische Welt unterstützen. Wir haben einem der Initiatoren ein paar Fragen zu dieser famosen Schnapsidee gestellt.
Geschrieben am
Die Idee ist simpel, aber zielführend und die Namensgebung schlichtweg genial: (Soli-)Mexikaner gegen Trump. Ok, »Trinken gegen Trottel«, hätte man sie vermutlich auch nennen können. Ziel der Kampagne, bei der Hamburger Kneipen den Erlös aus dem Mexikaner-Verkauf spenden, ist es, Geldmittel zur Finanzierung verschiedener Aktionen im Zusammenhang mit dem G20 Gipfel in Hamburg aufzutreiben, insbesondere zur Realisierung der 2. G20-Aktionskonferenz. Björn Rosteck, einer der Initiatoren, erzählt, wie die Idee entstanden ist.

Kannst du uns kurz was zur Geschichte des Mexikaners verraten? Wann und von wem wurde der Schnaps erfunden? Man munkelt, das sei auf St. Pauli gewesen.
Vor knapp 30 Jahren entstand der rote Schnaps in einer Kneipe nahe der Reeperbahn – der Legende nach im Steppenwolf. Seitdem wird er in vielen Läden rund um den Kiez in Eigenregie hergestellt und passt zum Viertel wie die Faust auf's Auge: Schon immer ein wenig anders, vielfältig und widerborstig.

Wie ist die Idee mit dem Soli-Schnaps entstanden?
Es war tief in der Nacht, der Alkohol floss in Strömen, als mitten in unserer Diskussion über den beschissenen G20-Gipfel einer Mexikaner bestellte. »Mexikaner«, »Trump«, »Mauerbau« waren Wortfetzen, die durch den Raum schwirrten und schon war die Idee geboren: Soli-Mexikaner gegen Trump. Nicht nur wir, sogar der Barkeeper vom Zoo, einer Kneipe auf St. Pauli, fand die Idee witzig. Und das noch am Morgen danach. 

Gab es Vorbilder für eure Aktion, z.B. die in Köln gerade wiederbelebte Initiative »Kein Kölsch für Nazis«?
Nö. Kannten wir ehrlich gesagt nicht. Klingt aber geil! Sollten wir vielleicht auch übernehmen: Kein Fingerbreit Mexikaner für Nazis.
War es schwierig, die Barbetreiber zu überzeugen? Wie wird die Aktion angenommen?
Wir waren selber völlig überrascht, dass aus einer Schnapsidee eine echte Kampagne geworden ist. Es haben sich Kneipen aus Thailand, Kopenhagen und Bocholt gemeldet. Läuft bei uns, würde ich sagen.

Welche konkreten Aktionen werden von den Einnahmen finanziert?
Ganz konkret steht jetzt die 2. Aktionskonferenz am 8. und 9. April im Millerntor-Stadion vor der Tür. Wir rechnen mit etwa 1000 Teilnehmenden und leider kommen da wohl insgesamt Kosten im fünfstelligen Bereich auf uns zu.

Die Aktion wurde bereits von Kneipen außerhalb Hamburgs übernommen. Habt ihr einen Wunsch oder eine Hoffnung, wieviele Kneipen sich insgesamt anschließen?
Es wurmt uns, dass Trump bislang noch nicht bei Twitter gegen den Soli-Mexikaner schießt. Und ernsthaft: Wir freuen uns über jede Kneipe, die mitmacht und im Vorfeld des G20-Gipfel ihren Teil dazu beiträgt, dass wir hier in Hamburg Anfang Juli einen möglichst breiten, lautstarken Protest auf die Beine stellen. Wir sind da zuversichtlich: Im Juli wird Hamburg zu unserer Stadt. Zur rebellischen Stadt. 

Mehr Infos zur Aktion und eine Kontakt-Email für interessierte Kneipenwirte findet ihr hier.