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»Uns«

Curse

Curse, der erigierte Zeigefinger unter den deutschen Rappern, ist zurück. Sechs Jahre lang war Ruhe, eine Art Karriereende wurde sogar vom Künstler höchstselbst verkündet. Und da kaum jemand dagegen protestierte, hatte man schon gehofft, Curse und seine etwas krampfige Kunst wären Geschichte.
Geschrieben am
Nun also ein Comeback samt eigener Labelgründung mit bescheuertem Namen. Als Chef der eigenen Firma hatte der Meister bei den Albumaufnahmen nun wohl gar kein Korrektiv mehr, denn während die Beats noch einigermaßen geschmackssicher und atmosphärisch vor sich hin pluckern, hat Curse bei Texten und Flow hörbar den Anschluss an den aktuellen Deutschrap verloren. Außer bei der netten Popnummer »Du träumst wie ich« und bei dem wirklich seltsam berührenden Beerdigungssong »Kristallklarer Februar« gibt es sehr viel aufgesagtes Genörgel, das aber wahnsinnig emotional sein will. Oder es wird so hilflos wie unverschämt bei Casper geklaut, dass es schon ein bisschen peinlich ist. Da Curse aber immer so eine prima Hassfigur im Deutschrap war, hat dieses Comeback in gewisser Weise sogar seinen Sinn. 

In drei Worten: Zeigefinger / Comeback / Sprechgesang
Curse »Uns« (Indie Neue Welt / Groove Attack / VÖ 31.10.14)