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Neu auf Vinyl

Neue Rillen mit Pabst, Pete Rock und mehr

Eine Menge Kids aus der Garage und ein fast verschollen geglaubter HipHop-Klassiker. In der aktuellen Vinyl-Kolumne warten Pabst, Pete Rock, Die Tunnel und mehr.
Geschrieben am
Bild: Lukas Senger
Young Gun Silver Fox »Midnight In Richmond / Lenny« (Légère Recordings)
Auch nach mehrfachem Studieren der Biographie dieses Duos aus Kalifornien, kann man kaum glauben, dass »Midnight In Richmond« keine verschollene Single aus den frühen Siebzigern ist. Man hört perfekt arrangierten Soft Rock von der Westküste, entspannt aber mit sanftem Antrieb, kurz: eines der schönsten Lieder des Jahres! Die späteren Fleetwood Mac oder Steely Dan und ihr wattiger Sound gewannen in den letzten Jahren an Zuspruch unter jüngeren Hörern, dennoch wurde dieser Klang nur sehr selten derart stilsicher eingefangen, wie es Andy Platts und Shawn Lee alias Young Gun Silver Fox mit diesem Vorboten ihres zweiten Albums gelingt. Ein Hit, der entdeckt werden möchte. Passender Weise scheint die Single explizit für DJs gedacht und erscheint daher in schmucklos weißer Papier-Hülle.
Bild: Lukas Senger
Pabst / Autisti »Split« (Crazysane Records)
Crazysane Records mausert sich klammheimlich zu einem Namen, den man sich merken sollte. Das noch recht frische Indie Label hat ein gutes Gespür für harmonischen Krach und psychedelischen Rock. Nachdem die Berliner Plattenschmiede im Sommer das Debütalbum der Spacerocker Yagow veröffentlichte, legen sie nun mit einer famosen farbigen Split-Single von zwei ihrer Bands nach. Während Pabst mit »Exciter« einmal mehr wuchtig auf den Spuren von Thee Oh Sees oder King Gizzard unterwegs sind, toben sich Autisti mit »Dealbreaker« in der Garage von Jay Reatard aus. Braucht man!
Bild: Lukas Senger
Death By Unga Bunga »Bye Bye / Into The Night« (Jansen Records)
Auch diese Norweger treiben ihren akustischen Schabernack vornehmlich in einer dreckigen Garage. Death By Unga Bunga haben sich nach eigener Aussage einem »life-long quest to show people how not to suck« befinden, liefern schon seit Jahren ausgelassenen Sixties-Rock mit punkiger Note. Auch die neue Single, die einen Vorgeschmack auf ein bald kommendes Album darstellt, bietet auf der A-Seite Schunkeliges mit verzerrten Gitarren, während auf der B-Seite ausgelassener Power Pop wartet. 
Bild: Lukas Senger
Pete Rock / InI »Center Of Attention« (Vinyl Digital)
Zwischen den Aufnahmen und dem offiziellen Erscheinen dieses Albums liegen über zwei Jahrzehnte. In der Zwischenzeit wurde »Center Of Attention« zu einer Platte deren Liste an Bootlegs vermutlich ganze Notizblöcke füllen würde. Pete Rocks Produktion für die HipHop Gruppe InI hätte durchaus das Zeug zum Klassiker der Golden Era, wurde jedoch aufgrund von Differenzen zwischen Rock und seinem Vertrieb Elektra Records nicht veröffentlicht. Wie schön, dass es Vinyl Digital nun gelungen ist, die Rechtefrage zu klären und das Album auf rund und voll klingendem Doppel-LP rauszubringen. Zeitgleich mit »Center Of Attention« erscheint mit »The Original Baby Pa« direkt noch das zweite unveröffentlichte, ebenfalls 1995 von Pete Rock produzierte Album. Gute Zeiten, um seine HipHop-Sammlung zu erweitern.
Bild: Lukas Senger
Die Tunnel »dto.« (Tomatenplatten)
Beatsteaks-Drummer Thomas Götz betreibt nach Feierabend ein kleines Leidenschaftsprojekt mit dem charmanten Namen Tomatenplatten. Jüngste Verpflichtung sind Die Tunnel aus Berlin, die ihren Labelbetreiber und dessen Band unlängst auch auf Tour als Support begleiten durften. Ihre Debüt-EP erscheint auf 12“ und hat sieben Stücke parat, die scheppern und poltern, eben Musik, die genau so dumpf aufgenommen werden muss, wie hier. Garagenpunk mit düsteren Gedanken und günstigen Instrumenten.