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Mit Liam Gallagher, Wanda, Kele Okereke u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Liam Gallagher, Wanda, Kele Okereke u.v.m.
Geschrieben am
Liam Gallagher »As You Were« (Warner)
Schuld und Sühne sind normalerweise keine Themen, mit denen ein Gallagher hausieren geht, doch ist es genau diese emotionale Offenheit, die seine lyrischen Plattitüden aus dem Beatles-Satzbaukasten wertvoll egalisieren. Nach dem soliden »Wall Of Glass« kam zumindest in England sogar ein Hype ins Rollen. Es stellte sich die Frage: Kann Liam qualitativ zu seinem schier unerreichbaren Bruder Noel aufschließen?
Kai Wichelmann
Wanda »Niente« (Vertigo / Universal)
»Niente« ist eben nicht das monotone Runterrocken eines zu Tode erzählten Witzes, sondern seine konsequente, notwendige musikalische und perspektivische Weiterentwicklung. Während der Vorgänger »Bussi« noch von der Stahlkraft des Klassikerdebüts zehrte und wenig Neues einbrachte, agiert die Gruppe nun anders: Wanda zeigen sich das erste Mal deutlich angeschlagen, auch bei ihnen wird alles schwerer.
Kai Wichelmann
Kele Okereke »Fatherland« (BMG / Warner)
Auf »Fatherland« hört man den nigerianisch-stämmigen Briten anders als jemals zuvor: warme Bläser, zärtlich gezupfte Gitarrensaiten, eine samtweiche Stimme und Rhythmen, die man nicht mehr im Club verortet, sondern auf der Veranda einer Kneipe in New Orleans, um elf Uhr vormittags, zum beschwingten Brunch – was ein Kompliment darstellen soll.
Oliver Uschmann
Fünf Sterne Deluxe »Flash« (Warner) 
»Das ganze Schiff war irgendwann gestrandet«, so zieht es die Hörer in die 20 Tracks umfassende Scheibe. Von der Sandbank kommt es am Ende irgendwie trotzdem nicht. Titel wie »Beatboxrocker« und »Das Feeling ist sensational« wirken wie aus der Zeit gefallen, mancher Gag ist gar älter als die Elb-Combo selbst (immerhin 20 Jahre). Auch viele Punchlines, vor allem von Das Bo, wollen selbst mit allen zugedrückten Augen einfach nicht zünden, auch wenn einem bei Titeln wie »Inspektor Jabidde« die gute Idee quasi ins Gesicht springt. 
Christian Schlodder
Jamila Woods »HEAVN« (Jagjaguwar / Cargo)
Woods, die im Kirchen- und Kinderchor gesungen hat, kam früh mit Gospel in Berührung. Auch auf »Heavn« finden sich diese Einflüsse, so benutzt sie in ihren Lyrics teilweise Psalm-Strukturen, »Bubbles« beginnt mit Chorgesang. Das ergänzt sie durch Soul, HipHop, Jazz, dicke Beats und Samples wie etwa The Cures »Just Like Heaven«. Die Songs handeln von ihrer Kindheit, von der Suche und Frage nach Herkunft und beinhalten immer wieder deutliche Kampfansagen.
Paula Irmschler
Shigeto »The New Monday« (Ghostly International / Cargo)
Shigeto ist einer der wenigen Künstler, der völlig verschiedene Einflüsse aus dem Electro- und House-Bereich, HipHop-Sprechgesang und chillige Freejazz-Samples so galant verschmelzen lässt, dass das Ergebnis seltsam logisch erscheint. Dieses Album ist eine offene Hommage an seine Heimat Michigan und Detroit, nachdem Saginaw zuvor einige Jahre in New York verbracht hat.
Klaas Tigcheelar
Wolf Parade »Cry, Cry, Cry« (Sub Pop / Cargo)
Nach sieben Jahren Auszeit ist den Kanadiern lediglich ein wenig das Koffein ausgegangen, nicht aber die Kreativität. Auch auf »Cry, Cry, Cry« geben sich düstere Hymnen, quirliger Synthie-Rock, ausufernder Prog und Pop verschiedenster Färbung die Klinke in die Hand, bevor man überhaupt zum ersten Mal ausreichend Konzentration für die Lyrics findet. 
Jan Martens
Kelela »Take Me Apart« (Warp / Rough Trade)
Langsam rumpelnde Breakbeats, hallende Claps und klimpernde Synthies bieten die Laken, in die sich ihre Stimme bettet. Das ist alles ganz solider moderner und manchmal auch düsterer R’n’B.
Henje Richter